EMI-Therapie

 
EMI-Therapie findet ihren Einsatz bei Menschen mit ungelösten belastenden Erinnerungen traumatischer Erlebnisse und soll Symptomlinderung oder Befreiung verschaffen. Symptome von Angst, Depression, posttraumatischem Stress und dissoziativen Symptomen werden nachhaltig reduziert bzw. vollständig gelöst.
 
Eye Movement Integration – EMI
Forschungsresultate zeigen nach einer Behandlung 48 Prozent Veränderung in den Symptomen, nach zwei Behandlungen 78 Prozent Veränderung in den Symptomen.
Der Patient verfolgt mit seinen Augen 24 verschiedene, langsam angeleitete, Handbewegungen der Therapeutin (horizontal, vertikal, diagonal und zirkulär), wobei er auf sein belastendes Ereignis eingestimmt bleibt. Die multisensorische Repräsentation des Traumas wird dabei verbal und nonverbal zugänglich gemacht und auf allen sensorischen Modalitäten angesprochen. Das ist v.a. deswegen wichtig, weil Traumata auf allen sensorischen Modalitäten repräsentiert sind.
Erst dadurch wird eine multisensorische Integration ermöglicht, sodass die traumatische Erinnerung nicht mehr dissoziiert ist, sondern integriert wird. Der Zugang zu unterschiedlichsten Ressourcen wird auf diese Weise erleichtert und der Selbstheilungsprozess in Gang gebracht. Dabei sind verschiedene neuronale Areale (v.a. Locus Caeruleus, Amygdala, Hippocampus, orbito- und präfrontaler Cortex) und Prozesse beteiligt.
EMI-Therapie eignet sich somit vor allem zur Bearbeitung von Traumata, sowohl Typ 1 -Traumata (wie z.B. nach Unfällen oder anderen traumatischen Erlebnissen), als auch Typ 2-Traumata (wie wiederholtem sexuellen Missbrauch).
EMI kann jedoch genauso zur Ressourcenstärkung eingesetzt werden, um Ziele noch leichter und motivierter erreichen zu können.
Je nach Schwere der Symptomatik ist vor Beginn einer EMI-Behandlung eine längere Stabilisierungsphase notwendig.
Wenn Sie Medikamente nehmen, teilen Sie das bitte im Vorgespräch mit. Eine EMI Behandlung dauert in der Regel 2 Einheiten. Ob eine Behandlung reicht oder ob eine Folgebehandlung indiziert ist, wird gemeinsam mit Ihrer Therapeutin nach der ersten EMI-Sitzung entschieden.